Friedrich-Ludwig-Jahn-Oberschule Die Stadt LuckenwaldeDie Stadt LuckenwaldeDie Stadt Luckenwalde

Projektgruppen 2011 Dezember - Jahresausklang an der Friedrich-Ludwig-Jahn-Oberschule mit Sportbetonung in Luckenwalde

Anders als in den Jahren vorher fanden an der Friedrich-Ludwig-Jahn-Oberschule mit Sportbetonung in Luckenwalde vom 20. bis 22.12.2011 fachgebundene Projekttage statt. Während in den vorangegangenen Jahren ein Weihnachtsprojekt angeboten wurde, an dem sich die Schülerinnen und Schüler  mit vielfältigen Tätigkeiten, wie z.B. weihnachtlichem Basteln, Kerzenziehen, Verpacken von Geschenken, Knobeleien u.v.m., den letzten Schultag vor den Ferien selbst gestalten konnten, sollten sie ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten in 11 verschiedenen fachgebundenen Projekten festigen, erweitern und Spaß dabei haben.
 
Klasse 7 Indienprojekt
 
Die fünf 7. Klassen machten sich in ihrem Projekt über Indien mit den unterschiedlichsten Themen bekannt. Neben topografischem Wissen lernten sie das riesige Land auch als Land der Gegensätze kennen, machten sich mit der Religion des Hinduismus und dem Leben in Kasten vertraut, erfuhren, dass bei einer Hochzeit die indische Braut 7 Stunden auf dem besten Stuhl des Hauses sitzen muss, sprachen über Kinder- und Menschenrechte, fertigten in einer vorgegebenen Zeit Papiertüten an, um annähernd zu erfassen, was Kinderarbeit bedeutet, und kochten schließlich indische Gerichte.
 
Klasse 8 Biologie- Suchtprävention
 
Die Schülerinnen und Schüler der 8. Klassen näherten sich der Problematik „Sucht“. Dazu erhielten sie die Aufgabe, Gedichte und Geschichten zu schreiben und wurden bei einem Besuch im Gesundheitsamt unseres Kreises mit dem Thema konfrontiert. Außerdem wurde ihnen die Möglichkeit eingeräumt, ihre Schwimmfähigkeiten in unserer Flämingtherme zu verbessern und sich durch sportliche Aktivitäten fit zu halten.
 
Klasse 9
  • Informatik
  • Naturwissenschaft
  • Ballspiele
  • Kunst 

Informatik:
Zum vierten Wahlpflichtkurs gehörten alle die Schüler, die sich für die IT-Branche interessieren. Sie lernen seit Beginn des Schuljahres im Fach „Informatik“. Dieser Kurs hatte sich zur Aufgabe gemacht, Java-Applets zu erstellen, die Homepage unserer Schule attraktiver zu gestalten und mit den Inhalten aller Unterrichtsfächer zu versehen. Dabei musste auf das Design und die Funktionalität des zu erarbeitenden Produkts geachtet werden. Des weiteren entstanden Präsentationsfolien zu Unterrichtsinhalten der Informatik. In diesem Kurs hoben sich zwei Schüler besonders durch ihre Fähigkeiten im Programmieren hervor. Vielleicht ist das einmal ihre berufliche Perspektive, deren Grundstein hier gesetzt wurde.  

Naturwissenschaft:
Im Kurs „Naturwissenschaften“ lernte man, sich in der Nacht im Gelände zu orientieren, mit einer Sternkarte zu arbeiten und die Mädchen und Jungen bauten eine Sonnenuhr. Am zweiten Tag besuchten sie mit bestimmten Arbeitsaufträgen in Berlin eine Sternwarte und ein Planetarium.
 
Kunst:
Der Kurs „Kunst“ ließ der Kreativität der Teilnehmer freien Lauf. Am ersten Tag wurden beim Töpfern kleine Kunstwerke gefertigt. Am zweiten Tag spachtelten sie mit Acrylfarben auf Pappe und Leinwand und ließen durch Spritztechnik Natur- und Fantasiebilder entstehen. Sie staunten nicht schlecht, als sie das Drip-Painting kennen lernten. Dafür wurden Blechbüchsen, gefüllt mit Farben, mit einer geringen Zahl an Löchern an einer Schnur befestigt und über einem weißen Untergrund hin- und hergeschwenkt, bis auch hier ein interessantes Motiv entstand. Hier wurde die Idee geboren, die Bilder zum „Tag der offenen Schultür“ zu versteigern oder  zur Ausgestaltung der Schule an die Flurwände zu hängen. Zum Abschluss ihres Projekts fuhr auch diese Gruppe in unsere Hauptstadt, um das Jüdische Museum zu besuchen und in der Berlinischen Galerie an zwei Workshops („Collage“ und „Plastisches Arbeiten“) teilzunehmen
 
Ballspiele:
 Die sportbegeisterten Schülerinnen und Schüler des Kurses „Ballspiele“ wurden auf eindrucksvolle Weise an die Technik des Volleyballspiels herangeführt. Zu Beginn eines jeden Tages mussten sich  zwei Teilnehmer Gedanken um die Erwärmung machen und diese mit ihren Mitschülern durchführen. Bereits vorhandene theoretische Kenntnisse sollten für alle noch einmal wiederholt und dargestellt werden, bevor sie in die Praxis umgesetzt wurden. Je zwei bis drei Schüler übten dann das Pritschen, Baggern, die Angabe und Annahme des Balls, den Angriff, sodass alle in Bewegung waren und mindestens 9 Bälle gleichzeitig durch die Halle flogen. Am Ende des Tages fand jeweils ein Turnier zwischen drei Mannschaften statt. Die Schüler, die gerade nicht in das Spiel eingebunden waren, übernahmen die Aufgaben der Turnierleitung. Auf diese Weise lernte jeder Teilnehmer. die Entscheidung des Schieds- bzw. Linienrichters zu akzeptieren und sportlich fair zu spielen. 
 

Klasse 10
  • WAT-Debela "Fit for Job"
  • Russland (JOS)
  • frankophone Länder (JOS)
  • Basball (JOS)
  • Ringen/Wintersprot  

WAT-Debela "Fit for Job"
Für die Schüler der 10. Klassen wurden fünf Projekte organisiert. Das Fach WAT bot unter dem Motto „Fit for job“ mit Unterstützung der Krankenkasse Debeka alle wichtigen Schritte an, die unsere Jugendlichen brauchen, um sich erfolgreich zu bewerben. So lernten sie, ihren Lebenslauf und das Bewerbungsschreiben am Computer normgerecht zu formulieren und welche Formen diese Schreiben haben dürfen. Durch eine Selbstanalyse wurden sie auf ihre Stärken und Schwächen aufmerksam gemacht, um herauszufinden, welche Berufsrichtung ihren Interessen entspricht. Ein Bewerbungstest sollte die Schülerinnen und Schüler sensibilisieren, worauf es dabei ankommt. Auch durch das „Spielen“ eines Bewerbungsgesprächs wurde ihnen bewusst gemacht, welches Erscheinungsbild, welches Verhalten und welches Wissen für den vielleicht künftigen Personalchef eine wichtige Rolle bei seiner Entscheidung für oder gegen den Bewerber spielen.

Russland (IOS)
In der Russischen Botschaft waren die Schüler überwältigt von der Größe und dem Prunk der Säle, die sie betreten durften, und in denen schon so große Politiker wie Gorbatschow, Putin oder unsere Bundeskanzlerin verweilten und wichtige Entscheidungen trafen. Der letze Projekttag diente der Fertigstellung der Präsentationen. Ein besonderes Highlight war, dass der Raduga-Chor zu Besuch kam, russische Lieder sang und die Mitglieder aus ihrem Leben erzählten.  

Basball (IOS)
Das Projekt „Baseball“ wurde nur von Jungs belegt und war ein Angebot für Schüler der 10. Klassen. Der Leiter des Projekts ist selbst Spieler in der 1. Bundesliga und hat schon zahlreiche Bundesligaspiele bestritten. Die Schüler erlernten die Technik des Spiels, das mit unterschiedlich großen Bällen gespielt werden kann und unserem bekannten Spiel „Brennball“ nahesteht. Hier wurden die Fertigkeiten Werfen, Laufen, Schlagen, Fangen besonders geschult. Mit der linken, der „schwachen“ Hand, muss bei dieser Sportart gefangen werden und mit der rechten, der „starken“ Hand , geworfen. Die Schüler konnten messen, mit welcher Geschwindigkeit sie den Ball bewegen. Hinter 113km/h steckt schon ordentliche Power. Hier konnte man auch erfahren, dass Baseball in vielen Ländern, z.B. den USA, Kuba, Mittelamerika oder Japan, ein Volkssport ist.
  

frankophone Länder (IOS)
Der Kurs „Französisch“ hatte sich das Ziel gestellt, in seinem Projekt französischsprachige Länder auf unserer Erde kennen zu lernen  So ging es u.a. darum, herauszufinden, warum z.B. in Kamerun oder Guadeloupe Französisch gesprochen wird. Dazu wurde im Internet recherchiert, ein Gast befragt und ein Länderspiel durchgeführt. Auch dieser Kurs weilte für einen Tag in Berlin, um im Ethnologischen Museum Kunst aus diesen Ländern zu betrachten und im Centre Francais zu erkunden, welche Berufsausbildung bzw. Praktika es in Frankreich gibt. Möglich, dass einer der Teilnehmer einmal ein Praktikum in unserem Nachbarland annimmt. Um Land und Leute noch besser zu begreifen, hat dieser Kurs natürlich auch französische Gerichte gekocht und gegessen. Das Endprodukt der Projektgruppe war die Erstellung von Flyern und Postern.
 
Ringen/Wintersport
Am „Russisch-Projekt“ nahmen Schüler der 9. und 10. Klassen teil, die im Wahl-pflicht- bzw. Schwerpunktfach die russische Sprache erlernen. In der Einführung sollten die Schüler in Arbeitsgruppen Informationen über Russland zusammentragen und im Internet recherchieren. Hier ging es um Wissen über den Rubel, die Geschichte des Landes, das Zarenreich, die Geografie Russlands, die Sowjetunion, typische russische Gerichte u.a. In einem Rollenspiel wurde ausprobiert, wie man sich verhält, wenn man auf fremde Kulturen trifft. Den zweiten Tag verbrachten die Teilnehmer ebenfalls in Berlin, wo sie das Russische Haus, das größte seiner Art auf der ganzen Welt, und die Russische Botschaft besuchten. Im Russischen Haus mussten die Schüler ihr Wissen vom Vortag in einem Quiz unter Beweis stellen. Dafür erhielten sie kleine Preise. Den Abschluss bildete der Märchenfilm „Väterchen Frost“. In der Russischen Botschaft waren die Schüler überwältigt von der Größe und dem Prunk der Säle, die sie betreten durften, und in denen schon so große Politiker wie Gorbatschow, Putin oder unsere Bundeskanzlerin verweilten und wichtige Entscheidungen trafen. Der letze Projekttag diente der Fertigstellung der Präsentationen. Ein besonderes Highlight war, dass der Raduga-Chor zu Besuch kam, russische Lieder sang und die Mitglieder aus ihrem Leben erzählten. 
Die drei zuletzt erwähnten Projekte wurden übrigens vom Diakonischen Werk Teltow-Fläming e.V. im Rahmen der Initiative Oberschule (IOS) organisiert und finanziert. Dafür allen Beteiligten ein herzliches Dankeschön. Diese drei letzten Schultage haben trotz der Arbeit für die Vorbereitung und Durchführung der Projekte durch die Lehrer unserer Schule auch viel Freude bereitet, konnten wir doch sehen, mit welchem Interesse, mit welcher Anstrengung und mit welchem Leistungswillen die meisten unserer Schüler diese neue Form angenommen haben. Somit haben wir uns alle die Weihnachtsferien redlich verdient! 
Die Arbeitsgruppe Projektwoche der Friedrich-Ludwig-Jahn Oberschule Luckenwalde